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Verletzungen auf Baustellen

Einführung

Gebäude können sowohl beim Bau als auch beim Betrieb eine Vielzahl von Risiken bergen. Der Health and Safety Executive (HSE) schätzt, dass jährlich etwa 4% der Bauarbeiter an einer arbeitsbedingten Krankheit leiden, und 3% erleiden eine arbeitsbedingte Verletzung. Dies führt dazu, dass jährlich rund 2, 2 Millionen Arbeitstage verloren gehen.

Zu den Verletzungen, die auf Baustellen auftreten können, gehören:

  • Gebrochene Knochen oder Frakturen.
  • Amputationen von Fingern, Zehen oder Gliedmaßen.
  • Verbrennungen durch Feuer, Explosionen oder Stromschläge.
  • Schnitte, Wunden oder Abschürfungen von Werkzeugen, Maschinen und Materialien.
  • Augenverletzungen und Sehverlust durch fliegende Gegenstände oder Verwendung von Gefahrstoffen.
  • Verletzungen an Schulter, Knie oder Knöchel durch übermäßigen Gebrauch.
  • Verlust des Gehörs
  • Lähmung und andere Rückenmarksverletzungen.
  • Posttraumatische Belastungsstörung.
  • Giftige Exposition gegenüber Chemikalien.
  • Kopf- oder traumatische Hirnverletzungen.
  • Weil-Krankheit durch Exposition gegenüber Ratten.
  • Atemwegserkrankungen wie Asbestose, schwarze Lunge, Silikose.
  • Vibrationsverletzungen.

Ursachen von Verletzungen

Die Ursachen für Verletzungen auf Baustellen sind vielfältig und unterschiedlich. Einige sind leicht vermeidbar, während andere verborgene Risiken bergen. Einige der häufigsten Ursachen für Verletzungen sind unten aufgeführt:

Stürze

Bauarbeiter sind durch Stürze durch Gerüste, Kräne, Dächer, Leitern und andere Formen der Höhenarbeit gefährdet. Weitere Informationen finden Sie unter Vorschriften zur Höhenarbeit.

Fallende Gegenstände

Es besteht ein erhebliches Risiko, dass von oben herabfallende Gegenstände, z. B. nicht ordnungsgemäß befestigte Werkzeuge oder Materialien, getroffen werden. Schutzhelme sind auf Baustellen unverzichtbar, sie verhindern jedoch nicht immer Verletzungen des Gehirns und der Wirbelsäule.

Ausrüstungsbedingte Unfälle

Die schweren Anlagen, Geräte und Werkzeuge, die auf Baustellen eingesetzt werden, können ausfallen oder gefährlich sein. Ein Gabelstapler könnte beispielsweise nicht richtig funktionieren, ein Kran könnte unerwartet umstürzen oder eine Nagelpistole könnte fehlzünden. Übermäßiges Geräusch von Elektrowerkzeugen kann zu Hörverlust oder Verletzungen wie Tinnitus führen. Vibrationen von Elektrowerkzeugen können zu Nerven- und Sehnenschäden an Händen, Armen und Handgelenken führen (z. B. Hand-Arm-Vibrationssyndrom).

Fahrzeuge

Es besteht die Gefahr, dass Arbeiter von auf Baustellen manövrierenden Fahrzeugen getroffen werden. Sie werden manchmal auch zwischen großen Fahrzeugen und festen Objekten eingedrückt.

Feuer und Explosionen

Bauarbeiten können freiliegende Kabel, offene Flammen, heiße Arbeiten, undichte Rohre und brennbare Chemikalien umfassen, die Feuer und Explosionen verursachen können.

Graben oder Gebäudekollaps

Ausgrabungen und Gebäude, die abgerissen oder gebaut werden, können plötzlich und unerwartet zusammenbrechen.

Wiederholte Bewegungsverletzungen, Hitzschlag und Überanstrengung

Die harte körperliche Arbeit, die für Bauarbeiten erforderlich ist, verursacht Verletzungen wie:

  • Wiederholte Bewegungsverletzungen.
  • Muskel- und Gelenkschäden durch Überbeanspruchung.
  • Hitzestress, der zu Gehirn-, Herz- oder Nierenschäden oder sogar zum Tod führen kann.
  • Hypothermie oder Erfrierungen, die zum Verlust von Fingern, Zehen und Gesichtsteilen in kalten Klimazonen führen.

Kontakt mit gefährlichen Stoffen

Unsichere Arbeitspraktiken können zur Exposition gegenüber gefährlichen Materialien wie Asbest, Blei, Staub und giftigen Chemikalien führen.

RIDDOR

Durch die Berichterstattung über Verletzungen, Krankheiten und gefährliche Ereignisse (RIDDOR) von 2013 (RIDDOR) besteht eine gesetzliche Verpflichtung, dass eine verantwortliche Person (Arbeitgeber, Selbständige und Personen, die Arbeitsstätten kontrollieren) über festgelegte Arbeitsunfälle informiert und Aufzeichnungen führt. Weitere Informationen finden Sie unter RIDDOR.

CDM-Bestimmungen

Die Bauvorschriften (Design und Management) (CDM-Vorschriften) sollen sicherstellen, dass Gesundheits- und Sicherheitsaspekte während der Projektentwicklung angemessen berücksichtigt werden. Sie enthalten allgemeine Anforderungen, die für alle Projekte gelten, und zusätzliche Aufgaben, die nur für meldepflichtige Bauprojekte gelten. Weitere Informationen finden Sie unter CDM-Bestimmungen.

Andere Gesetzgebung

In einer Vielzahl anderer Gesetze sind die Auftraggeber verpflichtet, Gebäude zu beauftragen, zu entwerfen, zu bauen und zu betreiben, um die Risiken für Gesundheit und Sicherheit zu kontrollieren. Weitere Informationen finden Sie unter Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Planung und Konstruktion von Gebäuden.

Methodenanweisungen und andere Verwaltungstechniken

Methodenaussagen werden weithin als Mittel zur Kontrolle spezifischer Gesundheits- und Sicherheitsrisiken verwendet, die möglicherweise nach der Erstellung einer Risikobewertung ermittelt wurden. Ein Methodenauszug hilft bei der Verwaltung der Arbeit und stellt sicher, dass den Beteiligten die erforderlichen Vorsichtsmaßnahmen mitgeteilt werden.

Andere Managementtechniken könnten sein:

  • Sicherheitsbesprechung.
  • Standortinduktion.
  • Site-Regeln
  • Toolbox spricht.
  • Durchführung gründlicher Beinahe- und Zwischenfalluntersuchungen.
  • Die Grundsätze der Prävention anwenden
  • Ersthelfer bestimmen.
  • Durchführung regelmäßiger Projektsicherheitsprüfungen.
  • Entwicklung eines standortspezifischen Gesundheits- und Sicherheitsplans.

Persönliche Schutzausrüstung

Eine Vielzahl von persönlichen Schutzausrüstungen (PSA) kann verwendet werden, um Menschen vor Gesundheits- und Sicherheitsrisiken zu schützen.

Durchsetzung

Gesundheit und Sicherheit im Bauwesen werden in der Regel von Inspektoren des Health and Safety Executive (HSE) durchgesetzt, obwohl für kleinere Arbeiten die Kontrolleure der örtlichen Behörde verantwortlich sein können.

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