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Architektur von Christiania

Anonim

HD! mareTV: Kopenhagen - Stadt der Glücklichen am Öresund [Doku] (Juni 2019).

Hintergrund

Christiania ist ein anarchistisches Siedlungs- und Öko-Dorf, das sich als selbstverwaltete Gemeinde im Zentrum von Kopenhagen, Dänemark, betreibt.

Christiania wurde 1971 gegründet, als eine Gruppe Hippie-Hausbesetzer eine über 80 Hektar große Kaserne entlang eines Ufers eines Sees übernahm, der nicht mehr genutzt wurde und verlassen wurde.

Bald nach seiner Besiedlung wurde Christiania zur "Freetown" erklärt, mit dem Ziel, eine "Gesellschaft von Grund auf aufzubauen". Der Anstoß für die Ansiedlung von rund 900 Personen ist angeblich eine direkte Antwort auf den Mangel an bezahlbaren Wohnraum und sozialen Einrichtungen, die zu dieser Zeit in Kopenhagen verfügbar waren.

Die Gemeinschaft verfolgte eine Politik des kollektiven Landbesitzes und der Verantwortung, bekannt geworden durch ihren liberalen Umgang mit Drogenkonsum und Homosexualität, die zu dieser Zeit immer noch tabu waren.

Die Siedler weigerten sich, Steuern an die Regierung zu zahlen, und brachten sie vorhersehbare Konflikte über die Jahre. Im Jahr 1972 erhielt Christiania einen halbrechtlichen Status. Die Siedler erklärten sich damit einverstanden, eine Kollektivsteuer für Wasser und Strom zu zahlen.

Die Wärmeversorgung in Christiania erfolgt dezentral, wobei die Häuser nicht elektrisch, sondern teilweise aus gebrauchtem Holz und Öfen in der Gemeinde beheizt werden. Das Wasser wird von der Sonne erwärmt und Abwasserinstallationen sind oft experimentell.

Die Versuche der Regierung, die Siedlung zu "normalisieren", waren eine anhaltende Auseinandersetzung, wobei viele Bauträger die erstklassige Lage des Ortes bemerkten.

In den letzten Jahren hat Christiania aufgrund von Razzien und Unruhen der Polizei negative Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Obwohl seine Zukunft keineswegs sicher ist, ist sie zu einer der wichtigsten Touristenattraktionen in Kopenhagen geworden und hat jedes Jahr mehr als eine Million Menschen willkommen.

Architektur ohne Architekten

Christiania wurde zu einem Ort der Faszination und Intrige für Architekten in ganz Europa, von denen viele besuchten, um mit neuen Techniken und Stilen zu experimentieren. Nichtsdestotrotz wurden die Gebäude von Christiania hauptsächlich unter dem Leitmotiv "Architektur ohne Architekten" entwickelt.

Da die dänische Regierung die Gemeinschaft anfangs nicht als legitim anerkannte, gab es keine gewöhnlichen Zonierungsbeschränkungen, und so wurde eine Vielzahl von einheimischen Architekturen geschaffen, einige futuristisch, andere ökologisch nachhaltig, andere im Stil traditioneller skandinavischer Häuser.

Die Gebäude sind im experimentellen Stil, viele mit dekorativen Wandgemälden und anderen, die in ihre Umgebung integriert sind und alle als funktionale Häuser dienen. Viele der Häuser bestehen aus wiederverwendeten und geretteten Materialien und reichen von behelfsmäßigen Hütten bis hin zu aufwendigen Konstruktionen mit Gründächern.

Das unten abgebildete Glashaus ist aus alten Holzfenstern gebaut.

Andere, mehr improvisierte Gebäude sind freiformig, farbenfroh und auf ihre Art charmant.

Dieses futuristischere Polygonglashaus hat die Form eines Raumschiffes.

Dieses bananenförmige Haus wurde von einer Gruppe deutscher Freiwilliger gebaut, die beim Brückenbau mitgeholfen hatten und anschließend ihre eigene Struktur entwickeln durften.

Da die Regierung zunehmend versucht, ihre Kontrolle geltend zu machen, schreibt eines der neueren Gesetze vor, dass in Christiania außer dem Dacheindeckung nichts Neues gebaut werden kann. Diese Einschränkung hat zu einigen kreativen Architekturstilen an sich geführt.

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